22.10.10 0 Comments
Ich würde mein soziales Engagement ausweiten. Ich bin arbeitslos und zähle lt. IAB zu den 7,11 Millionen, die über das Konstrukt der Bedarfsgemeinschaft keinen einzigen Cent bekommen und ergo in gar keiner Statistik mehr auftauchen. Aktuell mache ich eine Foto-AG in einer Schule des Nachbarortes. Damit verdiene ich wöchentlich 18 Euro abzüglich Fahrtkosten. Der Aufwand (Vorbereitung, Nachbearbeitung, EDV-Wartung etc.) beträgt rund 12 Stunden pro Woche. Wenn ich das auf den “Verdienst” umlege, dann kann man wirklich nur noch von sozialem Engagement sprechen. Immerhin gelingt es mir dadurch, die Kids vom Rumhängen und von der Flasche fernzuhalten – und das ist immerhin etwas. Aber es wäre sehr viel leichter, wenn ich die (finanziellen) Mittel besäße, um sie besser motivieren zu können. Denn Fotografieren lernen heißt Sehen lernen. Und Sehen lernen heißt den eigenen Kopf zu benutzen – und kritischer zu werden!

