Was würden Sie tun, wenn Sie ein bedingungsloses Grundeinkommen bekämen?



Würden weiter arbeiten: 90% (1008) 
Würden nicht weiter arbeiten: 10% (110) 

02.05.09 0 Comments

Ich würde meine Selbstständigkeit weiterführen und damit aber besser klarkommen, da der große Aufwand für Buchführung wegfällt, wenn im gleichen Zuge die Steuer reformiert wird.
Ich bin studierter Kommunnikationsdesigner und ich liebe schöne Dinge. Leider ist der Berufseinstieg in dieser Branche eher ein Sklaveneinstieg, womit ich mich einer Anstellung verwehrt habe und mich Selbstständig machen musste, damit mein Leben nicht fremdbestimmt verläuft. Mehrfache Praktikas, (moderne Versklavung zumindest in der Medienbranche) unbezahlte Überstunden, Arbeit am Wochenende, keine Tarifbezahlung etc. lassen mich an meiner Branche stark zweifeln. Daher habe ich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Ob das der bessere Weg war frage ich mich immer wieder. Mein Lebensstatus hat sich seit Beginn meines Studiums 2002 kaum geändert. Ich bin immer noch auf ein WG-Leben angewiesen und große Sprünge lassen sich mit meinem Einkommen nicht machen. Allerdings achte ich ja auch darauf, dass Ich neben der Arbeit auch immer noch Zeit zum leben (genießen) habe.
In meinem Bekanntenkreis kenne ich niemanden, der mit Ende zwanzig bereits ein Haus gebaut hat. Ein eigenes Auto besitzen auch nur sehr wenige.(Wenn ich mir die Generation meiner Etern anschaue, hatten die bereits mit mitte zwanzig Ihr viertes Auto gefahren und ein Haus auf Kredit gebaut. Heute haben sie mehr oder weniger ausgesorgt. Meiner Generation scheint dieser Lebenslauf zu einem hohen Prozentsatz verwehrt zu werden.Man hat als junger Mensch das Gefühl in seiner persönlichen Entwicklung ausgebremst zu werden. An Familienplanung ist weissGott nicht zu denken. Außer man findet sich damit ab, dass man keine Zeit für Erziehung hat und mittelfristig kleine Monster züchtet. Oder man nimmt sich die Zeit für Erziehung und isst nur noch Kartoffeln mit Quark. Wo bleibt dann aber die Lebensqualität und das Teilhaben am gesellschaftlichen, kulturellen Leben? Die Politiker wundern sich, dass gerade Akademiker kaum noch Kinder bekommen und beklagen den demografischen Wandel und die Probleme die damit einher gehen.
Da die Relation zwischen Leistung und Lohn meilenweit auseinander liegen, macht es aber auch kaum Sinn eine Familie zu gründen, da die Grundvorraussetzungen nicht stimmen. Das erste was ich mit einem Grundeinkommen machen würde, wäre mit meiner Freundin zusammenziehen und eine Familie gründen. Und als freier Designer unser Auskommen weiterhin unterstützen.

22.03.09 0 Comments

Ich würde meine momentane Jobsuche mit all der Stellensuchfrust, dem Verbiegen für Bewerbungen und der Ablehnungsangst an den Nagel hängen und statt dessen sofort ehrenamtlich arbeiten, um herauszufinden, welche Beschäftigungen mir passen und um überhaupt erstmal Erfahrungen für einen zukünftigen Job zu sammeln.
Ich würde ohne schlechtes Gewissen meine Freizeit genießen, auch wenn ich keinen Job gefunden habe.

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: