Was würden Sie tun, wenn Sie ein bedingungsloses Grundeinkommen bekämen?



Würden weiter arbeiten: 91% (1055) 
Würden nicht weiter arbeiten: 9% (110) 

03.02.14 - keine Kommentare -

Ich würde an Schulen unterrichtsbegleitend mit Kindern arbeiten. Und zwar wäre mein Ziel, das im Unterricht vermittelte Faktenwissen zu einem Ausgleich zu bringen, indem ich Kindern helfe, ihre Stärken zu entdecken und auszuprobieren. Nach meiner Auffassung könnte ein bedingungsloses Grundeinkommen nur dann erfolgreich sein, wenn Kinder lernen, Arbeit als ein Medium der Selbst-Verwirklichung, des persönlichen und gesellschaftlichen Wachstums und der Freude aufzufassen. Ich würde gerne dabei helfen wollen, Kindern zu vermitteln, dass die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben durch eine als sinnvoll empfundene Tätigkeit eine wichtige Säule eines zufriedenen Lebens ist. Sie würden spielerisch lernen, ein für ihre eigene Persönlichkeit und die Persönlichkeit anderer Menschen förderliches Verhalten an den Tag zu legen und kein Konkurenzdenken zu entwickeln, bzw. Konkurenzverhalten abzubauen. So würde ich helfen, eine zukünftige Gesellschaft zu schaffen, die auf Kooperation, statt auf Konkurenz und Profit um jeden Preis, basiert. Durch Maltherapie würde ich das Selbstbewusstsein von Kindern stärken helfen, die Probleme im Elternhaus und in der Schule haben. Das Stärken des Selbstbewusstseins würde ich darüber hinaus durch Gespräche mit den Kindern und Spiele die ein sinnvolles Miteinander fördern und fordern erreichen wollen.

16.01.14 - keine Kommentare -

Ich bin zur Zeit. Arbeitslos, am Anfang ist es gut, dass in der ersten Zeit der Erwerbslosigkeit heruntergefahren und das vergangene Reflektiert werden kann, allerdings braucht jeder Mensch eine sinnvolle Beschäftigung und noch schöner wäre es wenn jede(R) doch einen Job hätte, die den entsprechenden Neigungen entgegenkommen, das bedingungslose Grundeinkommen würde helfen, sich selbst zu finden um dann im richtigen Job das zurückgeben kann, was einem als Vertrauensvorschuss gegeben wurde.
Mehr Output, mehr Leistung, mehr Motivation am Arbeitsplatz, zufriedene Chefs und zufriedene MAs sind der Motor eines gut funktionierendes Betriebs. Der Mensch und seine Entfaltungsmöglichkeiten sind das eigentliche Kapital und was daraus entstehen kann.

04.01.14 - keine Kommentare -

Ich würde endlich arbeiten können.
Meine beruflichen Qualifikationen und Fähigkeiten liegen im sozialen und im kreativen Bereich. Beides Bereiche, die mit Geld schlecht bezahlt sind. Im Arbeitsfeld der Pflege habe ich einen handfesten Gewissenskonflikt zu arbeiten, weil ich damit ein menschenunwürdiges System mittrage und dabei nicht einmal meinen eigenen Lebensunterhalt vernünftig erwirtschaften kann.
So steht das (hier fehlende) Geld zwischen mir und den Menschen, die mich brauchen.
Wenn das Grundeinkommen stünde, liessen sich alternative Wege finden.

30.12.13 - keine Kommentare -

Die Idee beflügelt mich geradezu! Sicher wird es Startschwierigkeiten geben, da sich die Leute erst in ihre neu gewonnene Freiheit einleben müssen, aber ich denke, dass es nach spätestens einem Jahr zu einer Veränderung – vor allem in den Köpfen der Menschen – kommen wird! Das Verhältnis zur Arbeit wird sich verändern, es wird gesünder, menschlicher, kreativer, sozialer. Davon bin ich überzeugt.
Tiefphasen könnten schneller überwunden und müssten in den meisten Fällen möglicherweise nicht gleich mit therapeutischer Behandlung gelöst werden.
Ich würde gern sehen, wie sich damit intensiv beschäftigt wird und das BGE Einzug in Deutschland hält!

03.10.13 - keine Kommentare -

Ich lebe von ALG II, also von staatlichen Leistungen. Ich sehe das als eine Art Bedingungsloses Grundeinkommen, das heisst, ich versuche so zu leben, als bekämme ich bereits diesen Vertrauensvorschuss. Seitdem hat sich mein Leben zum Positiven hin verändert. Ich lasse mich bei meinen entscheidungen nicht (mehr) von Angst leiten, sondern nur noch von Interesse und Lust.
Ich glaube, damit bin ich letztendlich nicht nur ein verträglicherer Zeitgenosse sondern, ich kann auch mehr beitragen zur Entwicklung unserer Gesellschaft.
Wenn ich ein “richtiges” Grundeinkommen bekäme, wäre ich nicht mehr so alleine. Alleine mit dieser Haltung und dem “Luxus” meinen Interessen folgen zu können. Überall um mich herum würden Menschen auf die Suche gehen, sich bilden, experimentieren, etwas unternehmen. Ich denke es würden sich Möglichkeiten zur Zusammenarbeit auftun, die ich heute nicht mal erahnen kann.

Ich würde glaube ich mehr reisen, mit Kindern dort arbeiten wo ich und sie uns treffen, also ohne Lehrpläne und Erfolgsdruck. Ansonsten würde ich das weiterverfolgen, was ich schon heute mache: meine Kunst, mich bilden und versuchen meine Möglichkeiten auszuschöpfen.

29.08.13 - keine Kommentare -

Ich mache aktuell eine Ausbildung in einer Behinderteneinrichtung und würde eine Kreativwerkstatt für Menschen mit Behinderung gründen oder in einer anfangen – und wenn es nur für ein paar Stunden täglich wäre. Zudem würde ich mich wieder mehr um private Projekte kümmern. Zum Beispiel: kleineroeko.blogspot.de

06.08.13 - keine Kommentare -

Ich würde die Chance ergreifen, dass zu tun was ich wirklich will.
Schon jetzt gestalte ich mein Leben grundlegend frei, ich habe mich früh selbständig gemacht, um bestimmen zu können wann ich was tue. In der Realität sieht das jedoch anders aus, auch als Selbständiger muss man sich oft dem fügen, welches einem ein überleben ermöglicht. Ich könnte mich mehr auf meine Arbeit als Bildhauer, Holzwerker und Gestalter fokussieren und hier wirklich große Schritte gehen.
Des Weiteren befinde ich mich eigentlich noch in der Bildungsphase auf autodidaktischem Weg, da unser Bildungssystem einen solchen Weg nicht vorsieht, erhalte ich auch keinerlei gemeinschaftliche Unterstützung. Diese Phase ist recht kostspielig und muss zusätzlich getragen werden. Ich würde mich gerne nur auf meine Bildungsphase konzentrieren können um diese abzuschließen und dann in die Phase des Schaffens übergehen zu können.
Auch müsste ich mir keinen Sorgen um meine Sozialversicherung machen, ich müsste nicht noch zusätzlich als Arbeitnehmer ein paar Tage im Monat in der Industrie unterbezahlt Montieren, Schweißen und in 15 St. Nachtschichten für meine Sozialversicherung rackern.
Außerdem hätte ich gerne jetzt schon Kinder, mit einer gewissen finanziellen Sicherheit wäre auch dies möglich.

22.06.13 - keine Kommentare -

Seit 2 Jahren bin ich Dialysepatientin und stehe auf der Warteliste für eine Niere. Ich bin Alleinversorgerin, meine Tochter lebt bei mir und geht noch zur Schule. Also schleppe ich mich jeden Tag zur Arbeit und versuche meinen Haushalt einigermassen zu erledigen. Ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre eine große Entlastung…. ich könnte vorübergehend halbtags arbeiten , oder ohne mir eine Haushalthilfe leisten. Des weiteren würde ich endlich mal dazu kommen etwas für die Rente zurück zu legen, da ich jetzt schon weiß, dass ich trotz Arbeit und alleinigem Kinder großziehen mal zum Sozialfall werde, weil ich es alleine nicht geschafft habe mich abzusichern.

16.06.13 - keine Kommentare -

- mehr Zeit der politischen Bildung widmen, um den Herrschaften dort oben auf die Finger zu schauen und mich einzumischen

- mich für Klimaschutzprojekte engagieren

- noch mehr Petitionen und Eingaben schreiben um die Politiker zum Umdenken zu bewegen

- an mehr Demonstrationen teilnehmen, wenn ich mir die Fahrtkosten dann endlich leisten kann, um meinen Protest auch auf die Art öffentlich zu machen

- mein Leben umstellen auf nachhaltigeren Konsum (kann ich mir z. Zt. nur bedingt leisten, denn ich lebe ca.120,-€ unter Hartz IV Niveau)

- Umstellung auf mehr vegetarische Kost aus Biolandbau

- den Gemüseanbau auf dem Balkon auch rund um den Wohnblock ausdehnen (urban gardening)

- Tauschbörsen, Umsonstläden, Teilhabeprojekte nutzen und unterstützen

- einen Solarkocher bauen

- Dächer und Fassaden begrünen

- Kleidung selbst herstellen

- keine Angst mehr haben, wie lange ich mir die Sklaventreiber vom Jobcenter noch vom Leib halten kann, wenn meine finanziellen Reserven aufgebraucht sind!!! Ich lasse mich nicht erpressen!!!

- wieder krankenversichert sein, wenn ich es mir leisten kann

- arbeiten würde ich gerne, wenn sich unser System ändert, das die Menschen nur zum Humankapital und zur versteckten Subvention für Unternehmen macht. Wenn Menschen nicht mehr zur Zwangsarbeit erpresst oder ansonsten sanktioniert werden. Wenn Leiharbeit und Werkverträge verboten werden und sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf gleicher Augenhöhe begegnen können. Wenn Menschen, die den Ganzen Tag arbeiten nicht mehr beim Jobcenter um Aufstockung betteln müssen.
SOLANGE DAS NICHT DER FALL IST VERWEIGERE ICH MICH DIESEM MENSCHENUNWÜRDIGEN SYSTEM!!!

13.06.13 - keine Kommentare -

Ich hatte mal einen Job auf Lebenszeit. Ich habe mich aber entschlossen in die Selbständigkeit zu gehen. Der Plan war damals mit 45 in Rente zu gehen. Jetzt bin ich 47 und arbeite immer noch. Das liegt daran, dass sich zum einen die Umstände geändert haben, so bin ich jetzt nicht mehr Single. Zum anderen habe sich auch meine Ausgaben erhöht und ich habe mich an einen anderen Lebensstandard gewöhnt.
Damit wäre dann auch einmal gleich die Frage beantwortet, ob ich weiter arbeiten würde. Na klar! Aber das BGE würde mir die Sorge nehmen, ob ich auch genügend für die Rente verdienen werde. Ich würde anstatt 2 Wochen Urlaub im Jahr, auch mal 3 Wochen Urlaub machen. Ich könnte ohne Sorgen nochmal studieren. Nicht, dass ich da auf das Grundeinkommen angewiesen wäre, ich kann auch jetzt Leben, wenn ich nur halb so viel Arbeite. Aber die Sorge nicht genügend für das Alter zu verdienen und die Sorge raus aus dem Markt zu sein, wenn man nicht genügend präsent ist, ist eine unglaubliche Last. Diese lässt mich Jahr für Jahr einen Burn Out / Bore Out Job erledigen. Mit einem Grundeinkommen im Rücken würde ich mich wieder in Richtung Forschung orientieren. Das tun, was mir Spass macht. Etwas sinnvolles mit Leidenschaft umsetzten …

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